Blitz-Trennung nach Scharia-Art, Bayern: 19-jährige Irakerin neben ihrem Baby ermordet

Von MAX THOMA | Blitz-Trennung nach Scharia-Art in Hof (Oberfranken): Am Sonntagnachmittag fanden Verwandte die ermordete Irakerin Shahad F. in einem Mehrfamilienhaus in der Alsenberger Straße 76. Eine am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof durchgeführte Obduktion bestätigte den ersten Verdacht, dass die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Zur Aufklärung des Verbrechens installierte die Kriminalpolizei Hof jetzt die rund 30-köpfige Sonderkommission „Alsenberg“.

Bei der getöteten Shahad F. handelt es sich um eine 19-Jährige Asylbewerberin aus dem Irak, die sich seit etwa zwei Jahren in Deutschland aufhielt. Das etwa einjährige Baby der Getöteten entdeckten die Angehörigen ebenfalls in der Wohnung. Der irakisch-syrische Sohn, dem es den Umständen nach „gut geht“, wurde bei Verwandten untergebracht. Zum Täter wird derzeit auf „Hochtouren“ ermittelt. Wie die Frau zu Tode gekommen ist, will Oberstaatsanwalt Rainer Laib noch nicht ausführen. Dies sei Täterwissen, das die weiteren Ermittlungen beeinflussen könne. Auch zu einem möglichen Täter wolle er sich nicht äußern. „Wir haben aktuell weder einen Beschuldigten noch ein mögliches Motiv“, erklärte Laib am Montag.

Eigentums-Aufgabe gemäß Scharia-Vorgabe

Die junge Frau soll sich vor etwa sechs Monaten von ihrem syrischen Partner – und vermutlich Vater des gemeinsamen Sohnes – getrennt haben. Die Mutter habe danach Beratungsangebote der Diakonie Hochfranken wahrgenommen. Das Haus gehört einem Hofer Ladenbesitzer, der ebenfalls Iraker ist. In dem Gebäude leben ausschließlich Flüchtlinge. Mit diesen habe es seit ihrem Einzug keine Probleme gegeben, sagt der Vorsitzende der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Waldfreunde Hof e.V. Die Schießhalle des fast 120 Jahre alten Vereins befindet sich im Hinterhaus des Gebäudes der früheren Gaststätte „Bahnpost“, die sich im Hofer Bahnhofsviertel befindet.

Migrations-Hotspot nach steuerfinanzierter Gentrifizierung des Viertels

In den vergangenen Jahren hat sich das größte Gründerzeitviertel Oberfrankens gemausert. Schicke günstige Altbauwohnungen und farbenfrohe Fassaden prägen das Bild in vielen Straßen. Die Bluttat rückt den Stadtteil wieder in ein Licht, in dem er längst nicht mehr stehen wollte. Am 9. Juni 2006 tötete ein bis heute flüchtiger Täter zwei thailändische Prostituierte in der Nähe des jetzigen Tatortes mit einer „Vielzahl von Messerstichen“ ausgerechnet nach dem Fußball-WM-Eröffnungsspiel.

Zeugen, die am vergangenen Wochenende im Bereich der Tatortwohnung in der Alsenberger Straße verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder sonst Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09281/704-0 mit der Kriminalpolizei Hof in Verbindung zu setzen.

Die wenigen überregional berichtenden Medien, wie zum Beispiel der „Merkur“, verzichten allerdings derzeit politisch-korrekt über Nationalitäts-Angaben und weitere Details, was die Suche nach dem möglichen Täter nicht gerade erleichtert. Wieder einmal wurde der Lebenstraum einer jungen Mutter nach einem friedvollen Leben in der neuen Heimat Deutschland innerhalb weniger Minuten durch eine brutale „Beziehungstat“ vernichtet. Wie so oft in den letzten zwei Jahren …

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