Der deutsche Journalist. Jetzt!

Karl-Eduard von Schnitzler, Chefkommentator des
DDR-Fernsehens und Autor der politischen Medien-Sendung „Der schwarze Kanal“ , undatiertes Foto von 1985. Foto: Klaus Winkler – – KEINE BILDFUNKVERWENDUNG-

Von DR. GUDRUN EUSSNER | Der den herrschenden Parteien verpflichtete Journalist soll nicht nur Intelligenz besitzen, sondern auch wenig moralische Eigenschaften, dafür aber ideologische Reife. Zeitungs- und Fernsehjournalisten werden als gesellschaftliche Arbeiter aufgefaßt, es ist ihre Aufgabe, das von der etablierten Macht vorgegebene Weltbild mit Hilfe ihrer Massenmedien zu formen. Als beispielhaft dient den Journalisten Deutschlands die Tätigkeit des sozialistischen Journalisten der DDR.

Nicht ein Beruf wie jeder andere, sondern eine Berufung war der Eintritt in die Redaktion eines Parteiblattes, eines Rundfunk- oder Fernsehsenders der DDR; zur täglichen Aufgabe der deutschen Journalisten gehört der kompromißlose Kampf gegen alle, die nicht (mehr) einverstanden sind mit der seit zwölf Jahren über die Deutschen verhängten Politik der Bundesregierung.

Die Bewältigung dieser Aufgabe habe den Grundstein zur unerschütterlichen felsenfesten politischen Überzeugung von der Gesetzmäßigkeit des Sieges der Merkel-Politik gelegt, wissen Politiker und Abgeordnete der herrschenden Parteien und die ihnen hörigen Journalisten.

Auszumerzen sind noch weit verbreitete Tendenzen des Nur-Journalismus, vertreten durch all diejenigen Journalisten, die, einer ideologischen Bewährungsprobe enthoben, als Mitläufer der etablierten Macht arbeiten konnten.

Die sechs Maximen journalistischer Meisterschaft sind:

  • Der deutsche Journalist ist ein prinzipienfester Funktionär.
  • Der deutsche Journalist besitzt Einfallsreichtum.
  • Der deutsche Journalist bedarf keiner besonderen literarischen Meisterschaft.
  • Der deutsche Journalist arbeitet ideologisch gefestigt.
  • Der deutsche Journalist arbeitet massenerzieherisch.
  • Der deutsche Journalist ist charakterlos und liebt sein Honorar.

Aufgabe des deutschen Journalisten ist es, Pädagoge der länger hier Lebenden, ihr Erzieher im Geiste der vorgegebenen politischen Meinung zu sein, den Menschen von seinem individualistischen Standpunkt in der Betrachtung des Lebens zu einer kollektiven Betrachtungsweise zu führen.

Dem deutschen Journalisten ist jegliche eigene Meinung fremd, er arbeitet im Schutze der Merkel-Politik, die ihn, wenn nötig, vor Entgleisungen und falschen Einschätzungen bewahrt, er achtet ihren Rat und ihre Kritik, er fühlt sich als Teil der ganz großen Koalition des Volkes und insbesondere der CDU/CSU und der SPD.

Es lohnt sich, diese Lehren mit den Artikeln des Covenant of the Islamic Resistance Movement Hamas abzugleichen; die Ähnlichkeiten sind nicht zufällig.

Publizisten und Journalisten mit Sendungsbewußtsein sehen sich ebenfalls verpflichtet, die Irrenden auf den rechten Pfad zu führen. Wenn sie dazu mangels Macht nicht in der Lage sind, werden die vom Wege abgekommenen aus der Kommunikation ausgeschlossen, ihre Äußerungen werden entweder unterdrückt oder diffamiert. Ganze Blogs sind eigens dazu eingerichtet worden, den fraglichen Fall objektiv zu beurteilen. Den Rest besorgt die Antifa.

Es besteht eine Affinität linker Journalisten zum Islam, welcher Variante auch immer; sie treffen auf bekannte Strukturen des Kollektivs, im Islam Ummah genannt: die Aufforderung ihre Individualität zurückzunehmen und sich zu unterwerfen, die Selbstverständlichkeit, einer Ideologie mit höherer Moral zu folgen, im konkreten Sinne des Wortes berufen zu sein, die Verpflichtung zu missionieren und dazu die Massenmedien gezielt einzusetzen.

Es ist weder bei den Linken noch bei den fundamentalistischen Muslimen angesagt, den Lesern, Hörern und Zuschauern nach besten Möglichkeiten unverfälschte Nachrichten zu liefern, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können, sondern die Nachrichtengebung steht im Dienst der Ideologie. Das ist so selbstverständlich, daß es den Journalisten in unseren Massenmedien, von ARD bis ZEIT, gar nicht auffällt. Wahr ist eine Nachricht, wenn sie der Sache dient. Es wird im Fall der weiteren Islamisierung bis zu einer Machtübernahme der Funktionäre dieser totalitären Politideologie so kommen, daß die Liebediener eines Tages der Sache des Islams nicht mehr dienen. Dann wird man Anschuldigungen gegen sie erfinden, sie werden mit ihren eigenen Waffen geschlagen, und sie enden wie Noureddin Kianouri.

Kleine Änderungen und Aktualisierungen des Artikels „Der sozialistische Journalist. Einst und jetzt“, vom 25. Juni 2011. Dieser beruht auf meinen Forschungen zur „Journalistik in der DDR„, Dissertation. Verlag Dokumentation, Pullach 1971.

Mehr zur Kritik an der ARD und mehr zur Kritik am ZDF!

Eine Abrechnung neuesten Datums mit dem deutschen Merkel-Fernsehen. Wahrlich, wir leben in finsteren Zeiten! Tatort Folge 1039 Dunkle Zeit, mit passenden Kommentaren der Tatort-Fans sowie von Vera Lengsfeld: Der „Tatort“ als Gehirnwäsche. 18. Dezember 2017

( 12.814 )

Schreibe einen Kommentar