Familiennachzug: 7-facher Zuwachs im Rhein-Erft-Kreis – Auswärtiges Amt nimmt schon „Terminwünsche“ entgegen

Famile Alkhalaf im Glück: Während Vater und Sohn bereits seit zwei Jahren in Deutschland weilen, ist nun auch die Sippschaft der Syrer nachgerückt – sechs Kinder und die Mutter, um genau zu sein. Derweil bereitet man sich im Auswärtigen Amt schon eifrig auf den 16. März vor. An diesem Tag läuft die zweijährige Pause des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Personen ab, was uns Millionen muslimischer Neubürger bescheren könnte.

Hurra! Vater Eid, Sohn Ahmed und der „Rest der Familie“, wie es im Kölner Stadtanzeiger heißt, sind wieder vereint. Der Rest besteht aus „Mutter Fatma und drei Jungen und drei Mädchen“ – macht also sieben neu Dazugekommene auf einen Schlag.

Das freut Trudel Zimmer, eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin aus Blatzheim, die Vater und Sohn Alkhalaf schon länger betreue. Ein „total anderer Mensch“ sei das Familienoberhaupt seit der Zusammenführung geworden. Endlich könne er sich auch im Integrationskurs in Bergheim besser „konzentrieren“…

Haben die grün-linken doch Recht, wenn sie behaupten, der Familiennachzug sei zwingend notwendig für die gelungene Integration? Nö, denn zigtausende muslimische Familien aus Anatolien leben seit Jahrzehnten gänzlich ungetrennt im deutschen Märchenland – integriert sind sie dennoch mehr schlecht als recht.

Selbst wenn: Syrien ist befriedet – die US-Regierung bellt, Damaskus solle die schätzungsweise 250 Milliarden Dollar Aufbaukosten gefälligst selber tragen – warum also fand die Familienzusammenführung nicht unter syrischer Sonne statt? Das muss man wohl Trudel Zimmer fragen… (der Kölner Stadtanzeiger tut es nicht)

Die neunköpfige Familie Alkhalaf hat freilich gute Gründe hierzubleiben. Man liest:

Aufgrund der großen Kinderzahl sei die Familie über die Sozialhilfe, die vom Jobcenter gezahlt wird, relativ gut abgesichert. Sie darf bis 1360 Euro an Warmmiete ausgeben.

„Geld sei nicht das Problem“, erfahren wir dementsprechend über die Wohnungssuche der Wiedervereinten.

2,3 Millionen Familienangehörige auf dem Weg?

Kein Wunder, dass sich Flüchtilanten mit eingeschränktem Schutz auf den 16. März freuen wie auf das nächste Zuckerfest. Dann läuft das 2016 verhängte Moratorium für ihren Familiennachzug ab, den uns das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wie folgt erklärt:

Das bedeutet, dass kein Nachweis der Lebensunterhaltssicherung und ausreichenden Wohnraums als Voraussetzung für die Einreise der Familienangehörigen notwendig ist. Dies gilt für den Nachzug der Ehegattin bzw. des Ehegatten und der minderjährigen ledigen Kinder.

Das Auswärtige Amt nehme derzeit bereits „Terminwünsche“ entgegen, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken. „Das Auswärtige Amt wie die Auslandsvertretungen informieren und beraten Betroffene im Rahmen der bestehenden Gesetzeslage“, zitiert die Neue Osnabrücker Zeitung aus dem Schreiben.

Über das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ließ die Bundesagentur für Arbeit vermelden, dass bei Inkrafttreten des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte nur bis zu 60.000 Angehörige zusätzlich kommen würden. Familie Alkhalaf müsste beim Lesen dieses Wertes sicher schmunzeln…

Wie die Bild-Zeitung im August 2017 unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, dürften rund 390.000 Syrer ab März ihre Sippen nachholen. In einem als vertraulich eingestuften Behördenpapier vom Oktober 2015 heißt es, man müsse davon ausgehen, dass jeder anerkannte Flüchtilant aus dem Nahen Osten im Durchschnitt vier bis acht Angehörige nachziehen lassen könne.

Nehmen wir den Mittelwert, also sechs, und multiplizieren diesen mit 390.000 landen wir bei schlappen 2,34 Millionen dazukommenden dauerhaft Asylberechtigten.

Bei den Groko-Sondierungen ist man sich in der Frage des Familiennachzugs noch uneinig. Die Union möchte den Nachzug weiterhin aussetzen, die SPD ist kategorisch dagegen. Ob die Bundeskanzlerin das Nein der Union als ähnlich zwingend betrachtet, ist zweifelhaft. Deutschlands Schicksalsfrage Nummer Eins hatte sie in ihrer Sommerpressekonferenz 2017 unbeteiligt wie folgt quittiert: „Das werde ich mir Anfang nächsten Jahres anschauen.“

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