Frankreich erstickt an der Migrationsflut

Die Bürgermeister der sieben französischen Großstädte Lille, Bordeaux, Strasbourg, Grenoble, Rennes, Toulouse und Nantes schrieben gemeinsam einen offenen Brief an die Zentralregierung von Präsident Macron, der in der Zeitung „Le Monde“ veröffentlicht wurde. Darin bitten sie die Regierung um Hilfe, da sie mit einem Zustrom an Migranten von „mehreren Tausend“ jeden Monat konfrontiert werden.

So sehen sich die Kommunalpolitiker mit einem sozialen Notfall konfrontiert und würden „mit dem Rücken zur Wand stehen“.

Le Monde „Angesichts der Migrationsströme sind wir Bürgermeister am Fuß der Mauer“

In einem gemeinsamen Forum in der „World“ sind die Stadtbeamten alarmiert über den Mangel an Ressourcen, die der Staat für die Aufnahme von Migranten bereitstellt.

Durch Kollektiv

Tribune. Die Migrationsströme, die in den letzten Jahren in Europa zugenommen haben, sind das Ergebnis internationaler Realitäten mit ihren humanitären, geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Krisen. Das Jahr 2017 endet mit einem massiven Anstieg der Asylnachfrage und die Ankunft von Neuankömmlingen führt zu extremen Spannungen – insbesondere mit dem Einsetzen der kalten Welle – der klassischen öffentlichen und institutionellen Politik. In einem noch nie dagewesenen Ausmaß sind die Mechanismen zur Unterbringung von Asylbewerbern, die vom Staat geleitet werden, häufig mit der Unterstützung unserer Gemeinschaften, trotz des stetigen Anstiegs in der Tat völlig gesättigt die Zahl der Orte … Die Beweise sind da, vor unseren Augen, in unseren Straßen, in Häusern und Unterständen: Es gibt Dringlichkeit.

Ein sozialer Notfall. Eine dringende Solidarität. Carrefours aller Migrationen, unsere Städte stehen in diesem Thema wie in anderen in erster Linie. Wir können und dürfen uns nicht mit dem menschlichen, sozialen und gesundheitlichen Drama der Entwurzelung von Migranten abfinden. Jeden Monat kommen mehrere tausend Menschen in unseren Städten an. Die Integration von als Flüchtlinge anerkannten Flüchtlingen und die Unterstützung derer, die ihr Asylrecht verloren haben, ist ein großes Problem.

An der Vorderseite stehen Menschen in Not Wir sind am Fuß der Mauer. Der Staat, an den wir uns erinnern, trägt die volle Verantwortung für die Umsetzung der Migrationspolitik und die Aufnahme von Migranten, aber auch für die Aufnahme und Bearbeitung der Antragsunterlagen von Asyl, muss mehr als nur die Ernsthaftigkeit der aktuellen Situation erkennen. Sie muss an allen diesen Fronten neue, ebenso starke wie innovative Maßnahmen einleiten, um endlich auf den Höhepunkt der Krise zu kommen, die wir durchschreiten.

In der Zwischenzeit sind unsere Städte aktiv und betreten neue Wege …

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