„Gehirngewaschene“ Dschihad-Kinder – neue Gefahr für Deutschland?

Der Chef des Bundeamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen hat die Rückkehr von Familienangehörigen der IS-Kämpfer als Gefahr bezeichnet. Das berichten deutsche Medien am Sonntag.

Laut Maaßen kehren die Extremisten selbst zwar nicht zunehmend aus den Kampfgebieten zurück. Allerdings möchten sie angesichts der ernsthaften Gebietsverluste der Terrormiliz Daesh im Irak und in Syrien ihre Familienangehörigen in Sicherheit bringen und schicken diese deshalb in die westlichen Länder zurück, so Maaßen.

„Es gibt Kinder, die in den ‚Schulen‘ im IS-Gebiet einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und in starkem Maße radikalisiert sind“, sagte er.

Auch die Frauen, die in den IS-Gebieten gelebt hätten, seien oftmals „derart radikalisiert und identifizieren sich so mit der IS-Ideologie, dass man sie mit Fug und Recht auch als Dschihadistinnen bezeichnen kann“, betonte der BfV-Chef.

Das bedeute zwar nicht unbedingt, dass diese Frauen bereit wären, Terroranschläge zu verüben, gab Maaßen zu. Dennoch müsse der deutsche Inlandsgeheimdienst solche rückkehrende Frauen „im Blick behalten“.

Dabei gebe es in Deutschland momentan etwa 700 islamistische Gefährder, sagte Maaßen. Damit sei die Anzahl der Menschen, denen die Sicherheitsbehörden Terrorakte zutrauen würden, auf einem Rekordhoch, und ein Teil davon seien Frauen, betonte er.

Im April hatte das Bundeskriminalamt 657 islamistische Gefährder registriert, von denen sich etwa die Hälfte in Deutschland aufgehalten habe.

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