„Legaler“ Bildungsaustausch: Angela Merkel will mehr junge Afrikaner nach Deutschland holen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, mehr jungen Leuten aus Afrika das Studium oder eine Ausbildung in Deutschland zu ermöglichen – aber auch direkt auf dem schwarzen Kontinent zu investieren.

Merkel sagt: „Wir arbeiten an der Verbesserung der Bildungschancen in den afrikanischen Ländern im Rahmen unserer Entwicklungszusammenarbeit, und wir arbeiten daran, dass natürlich auch mehr Austausch zwischen unseren Ländern möglich ist.“

Wenn Europa seine Außengrenzen schütze und Schleppern das Handwerk lege, heiße das nicht, dass der „legale Austausch“ nicht gefördert werde.

„Das“, so Merkel, „muss zwischen den Staaten vereinbart werden, das muss auf legalen Wegen passieren.“ Menschen dürften dabei nicht in Gefahr geraten. „Diese Form des Austauschs wollen wir natürlich fördern – durch Berufsausbildungshilfe, durch Unterstützung für Universitäten, auch durch Studienmöglichkeiten.“
Jungen Menschen überall Chancen geben

Es gelte, jungen Menschen überall Chancen zu geben, sagt die Bundeskanzlerin.

Zur Bekämpfung von Fluchtursachen zähle konkrete Hilfe für junge Leute in den afrikanischen Ländern. Dabei spiele das Thema „Good Governance“ eine große Rolle, erklärt Merkel.

„Wir können noch so viel finanzieren: Wenn sich die Regierungen anschließend nicht wirklich auch um ihre jungen Menschen kümmern, dann hilft das auch nichts. Und deshalb sage ich in vielen Gesprächen mit afrikanischen Führungspersönlichkeiten auch sehr deutlich: Achtet auf eure Jugend, sie ist willens, etwas zu tun, sie ist intelligent, sie ist lernbreit.“ Politik müsse den eigenen Menschen dienen.

„Wir haben“, erklärt Merkel, „in unserer G20-Präsidentschaft einen neuen Pfad aufgemacht.“ Im Zuge der „Compacts with Africa“ werde man mit den Afrikanern darüber sprechen: „Wie können wir die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten stärken, und wie können wir also auch private und öffentliche Gelder in einem Maße kombinieren, dass daraus wirklich wirtschaftliche Dynamik entsteht?“

Für sie sei ganz wichtig, „dass es eben mit Afrika ist und nicht für Afrika, denn das ist ganz falsch.“ Die Afrikaner hätten selber Vorstellungen, wie sie ihr Leben gestalten wollten. Merkel sagt, sie finde es gut, dass sich die Afrikanische Union selbst eine Agenda gegeben habe, mit der sie bis 2063 bestimmte Entwicklungsprojekte realisiert haben wolle. (Presseerklärung der Kanzlerin / dts)

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